Jemanden nur als unabhängigen Auftragnehmer zu bezeichnen, bedeutet nicht zwangsläufig, dass er es auch ist

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Auf dem heutigen umkämpften Talentmarkt beschäftigen viele Unternehmen Arbeitnehmer als unabhängige Auftragnehmer. Strategische Unternehmen verfügen über ein einheitliches Verfahren zur korrekten Einstufung von Arbeitnehmern. Leider treffen viele Unternehmen Ad-hoc-Entscheidungen oder – noch schlimmer – sie haben überhaupt keine Aufsicht, was es Managern ermöglicht, Arbeitnehmer falsch einzustufen und das Unternehmen einem erheblichen Risiko auszusetzen. Einige Unternehmen tun dies wissentlich, um Geld zu sparen oder weil der unabhängige Arbeitnehmer sie dazu gezwungen hat, andere tun dies eher aus Unwissenheit über die richtige Einstufung von Arbeitnehmern.

Die wirtschaftliche Motivation für die Einstufung von Personen als unabhängige Auftragnehmer anstelle von Arbeitnehmern ist erheblich. Die Einstufung eines Arbeitnehmers als unabhängiger Auftragnehmer (in der Branche wegen des gleichnamigen Formulars für die Steuererklärung am Jahresende manchmal auch als 1099 bezeichnet) kann einem Unternehmen erhebliche wirtschaftliche Vorteile bringen. Diese Option ist besonders attraktiv für Neugründungen oder Abteilungen mit knappem Budget, die oft nicht genug Geld haben, um Gehälter und Zusatzleistungen zu zahlen, aber dennoch einen erheblichen Bedarf an Arbeit haben.

Ein unabhängiger Auftragnehmer ist immer noch ein gültiger Arbeitnehmerstatus, solange man es richtig macht.

Wenn qualifizierte unabhängige Auftragnehmer ihre Dienstleistungen erbringen, ist Ihr Unternehmen nicht für die Einbehaltung von Steuern, die Entschädigung von Arbeitnehmern oder die Arbeitslosenversicherung verantwortlich und muss sich nicht an Lohn- und Arbeitszeitvorschriften halten (wie die Zahlung von Mindestlöhnen oder Überstunden). Das ist der Teil der Gleichung, der viele Unternehmen dazu verleitet, Arbeitnehmer falsch einzustufen. Die Einstufung als unabhängiger Auftragnehmer ist jedoch risikobehaftet und birgt ein hohes Maß an rechtlicher Haftung, wenn man sie falsch vornimmt.

Viele Landes- und Bundesbehörden legen Wert auf eine korrekte Einstufung der Arbeitnehmer. Dies ist nicht nur ein Nebenprodukt des Bestrebens, alle geschuldeten Lohnsteuern einzutreiben, sondern auch sicherzustellen, dass die Arbeitnehmer alle ihnen zustehenden Schutzmaßnahmen und Leistungen am Arbeitsplatz erhalten.

Am 15. Juli 2015 veröffentlichte das DOL eine 15-seitige Auslegung des Administrators, in der die Behörde ihren Standpunkt bekräftigte, dass die meisten Arbeitnehmer als Arbeitnehmer und nicht als unabhängige Auftragnehmer zu betrachten sind. Das Bulletin macht deutlich, dass das DOL der Ansicht ist, dass die große Mehrheit der als unabhängige Auftragnehmer eingestuften Arbeitnehmer in Wirklichkeit falsch eingestufte Arbeitnehmer sind und dass Unternehmen gegen das Gesetz verstoßen, indem sie diese Arbeitnehmer fälschlicherweise als unabhängige Auftragnehmer einstufen. Diese proaktive Maßnahme des DOL veranschaulicht die Risiken, denen Unternehmen ausgesetzt sind, die bei der Einstufung von Arbeitnehmern als unabhängige Auftragnehmer „nicht alles richtig machen“.

Sowohl das US-Arbeitsministerium (DOL) als auch die Steuerbehörde (Internal Revenue Service) überwachen die falsche Einstufung von Arbeitnehmern und setzen sie durch. Das DOL hat auch Vereinbarungen mit 26 Bundesstaaten getroffen, um Prüfungsinformationen über falsch eingestufte Arbeitnehmer auszutauschen. Darüber hinaus können Unternehmen zivilrechtlichen Klagen ausgesetzt sein, die auf der Grundlage des Fair Labor Standards Act (FLSA) angestrengt werden, der die Zahlung von Löhnen und Überstunden regelt, ganz zu schweigen von einem komplexen Geflecht einzelner bundesstaatlicher Arbeitsgesetze und -vorschriften.

Die ordnungsgemäße Einstufung und Beschäftigung von Arbeitnehmern sollte ein Anliegen jedes Unternehmens sein, das unabhängige Arbeitnehmer einsetzt, um wichtige Arbeiten zu erledigen. Das US-Arbeitsministerium und zahlreiche staatliche Behörden haben es sich zur Priorität gemacht, gegen die falsche Einstufung von Selbstständigen vorzugehen. Ihr Ziel ist es, einen stetigen Strom von Lohnsteuern und Finanzmitteln für ihre Arbeitslosenunterstützungssysteme zu gewährleisten. Zum Glück haben Sie einen Experten an Ihrer Seite.

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